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Erlebnisberichte

von tabea/erlebnisberichte 

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Brasilien, Juquitiba

Juquitiba liegt weit unten im Süden vom Bundesstaat Sao Paulo. Ca. 2,5 Stunden Fahrt über die Landstraße und dann noch über Lehmstraßen mit ziemlich großen Schlaglöchern. Ab der Stadt Juquitiba geht es nochmal ein Stück weiter in die Wildnis, bis es nicht mehr weitergeht. Das Rehazentrum besteht derzeit aus einem neu erbauten Kinderhaus, wo ich die 3. und 4. Woche meines Aufenthalts hier wohnen und arbeiten werde. Weiter aus einem Männerhaus, mit zur Zeit ca. 20 Männern und einer Kapelle in der täglich Gottesdienst stattfindet und viel Musik gemacht wird.
Dann das Haupthaus, in dem im hinteren Bereich eine gemütlich Wohnecke ist, in der alle zusammen sitzen, singen, lachen und reden können. Im vorderen Bereich befindet sich die Küche mit einer sehr großen Essecke. In diesem Haus sind auch die Wohnbereiche für die Frauen und für die Mitarbeiter der CENA untergebracht.

Die Missionarin Damaris aus Leipzig ist schon seit einem Jahr bei der CENA und davon seit 7 Monaten in Juquitiba.

Die Bewohner des Reha-Zentrums kommen alle aus Sao Paulo. Und dann wiederum aus sehr unterschiedlichen Ecken - von der Straße, aus unzumutbaren Familienverhältnissen, vom Strich. Wieder sind auch Transvestiten da, die Gott als ihren Vater erkennen und akzeptieren, dass sie so als Mann geboren wurden. Aber sie werden hier nicht bedrängt, sich wieder zu ändern, sondern allein mit dem Wort Gottes konfrontiert.

Der Tagesablauf ist vorgegeben, damit die Leute wissen was los ist. Sie müssen noch oft stark nachgelenkt und angewiesen werden, weil sie nie gelernt haben, zuverlässig zu sein, verantwortungsvoll und selbstständig zu handeln, pünktlich zu sein und vieles mehr. Das alles können sie aber hier in der Gemeinschaft lernen.

Täglich gibt es gemeinsames Gebet, Singen und Bibel lesen. Damaris hält dann eine Andacht über den gelesenen Bibeltext, der heute aus Markus 4, 35-41 genommen war: "Herr über Wind und Wellen". Die Geschichte handelt von der Sturm stillung auf hoher See. Diese Macht die Jesus hat ist für uns so unvorstellbar, aber was wichtig für uns zu wissen ist, dass wir egal wo wir sind mit Jesus gut unterwegs sind. Er war etwas traurig darüber, dass die Jünger die ih ja sehen und neben sich stehen oder liegen haben, so wenig Vertrauen zu ihm hatten. Würde Gott es zulassen, dass sein Sohn, der ja noch einen Spezialauftrag auszuführen hat, hier in einem Sturm umkommt? Eher wird Jesus groß gemacht und die Jünger können erkennen, dass er etwas besonderes ist: Gottes Sohn.

Liebe Grüße,
Eure

Tabea