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Erlebnisberichte

von tabea/erlebnisberichte 

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Brasilien, São Paulo - Casa Familia

Am 04.10.2001, nach großem Chaos am Stuttgarter Flughafen hat Gott sei Dank doch noch alles geklappt mit dem Übergepäck für die CENA. In den Koffern waren sehr viel Kleidungsstücke und Seifen für die Bewohner der Mission eingepackt.

Gut gelandet und müde angekommen nach dem 11,5 Stunden langen Flug (über München nach São Paulo), wurden wir, Simone aus Tübingen und ich, gleich von Magdalena und Martinho abgeholt. Mit anschließender Stadtführung ging es durch São Paulo zu unserem ersten Übernachtungsort - in die naheliegende Stadt Santo Andre.

Bei Magdalena, einer Missionarin in der Allianzmission - sie arbeitet seit über 12 Jahren bei der CENA - konnten wir erst mal für vier Nächte in ihrem Appartement übernachten, um uns erst mal etwas auszubreiten und einzuleben.

Gleich zwei Straßen weiter sind die beiden Familienhäuser in denen Mütter und Kinder von der Straße wohnen genauso wie Ex-Transvestiten, die sich sogar haben zurückoperieren lassen, Ex-Prostituierte, die auch richtig jung sind und Männer und Frauen, die jetzt frei von Alkohol und Drogen sind.

In einem der beiden Häuser wohnt auch Paulo, der Leiter der Mission und Pastor mit seiner Frau Silvia, die Sozialarbeiterin in der Mission und ihrem wunderbaren Sohn Giovani. Er ist 7 1/2 Jahre alt und hat uns schon sehr viel auf portugiesisch beigebracht.

Zusammen wohnt die Familie mit Frauen und Männern, die zum Teil unter der Woche Tag und Nacht arbeiten gehen, oder zur Schule gehen oder im und um das Haus mithelfen.

In dem zweiten und dazu gemieteten Haus - fast nebenan - wohnt Marsello, der Verwalter mit seiner Frau Denise, der Sekretärin der Mission, mit ihren beiden Kindern Tabita und Bruno. Auch hier wohnen weitere sieben Leute mit unter dem Dach.
Alle zusammen essen, schlafen, wohnen, beten, lachen, weinen und singen und vor allem trommeln und klatschen zusammen.

Die Mitarbeiter sind jederzeit für die Bewohner der Casa Familia da. Das Ziel ist, dass die Menschen erkennen, dass sie geliebt werden und Kinder Gottes sein können und damit erkennen, dass es lebenswert ist zu leben und dass sie Möglichkeiten haben aus dem Kreis des Straßenlebens herauszukommen und ein normales Leben zu leben lernen.
Ihnen das Gefühl zu geben, dass sie nicht aus Zufall der Abfall dieser Welt sind, sondern auserwählte Erben Gottes sind, die sich auf einen unermesslichen Schatz freuen können.

So wie auch das Versprechen an uns geschrieben ist (Epheser 1, 14):
"Diesen Heiligen Geist hat Gott uns als ersten Anteil (Anzahlung) am himmlischen Erbe gegeben, das wir bekommen sollen. Er verbürgt uns das vollständige Erbe, die vollkommene Erlösung die wir noch erhalten. Und dann werden wir Gott in seiner Herrlichkeit loben und preisen."

Gruß
Tabea