i! 

Info Lebensbrücke/CENA

informationen/info lebens... 

o Vorwort
> CENA São Paulo, Brasilien
Gefangenenhilfe, Deutschland
o Mitmachen & Spenden
o Fotoalbum
o Kontakt

Wir unterstützen die sozialmissionarische Arbeit der CENA (Comunidade Evangelica Nova Aurora/Evangelische Gemeinde Nova Aurora) unter bedürftigen Menschen aus Randgruppen und den untersten sozialen Schichten in Sao Paulo, Brasilien.

Die CENA ist eine junge brasilianische Gemeinde, die vor acht Jahren gegründet wurde. Ihr Dienstbereich liegt mitten im Rotlichtviertel von Sao Paulo, einem der schlimmsten Brennpunkte der Stadt. Eine unbeschreibliche Stadt. 20 Millionen Einwohner, zweitgrößte Mega-Metropole dieses Planeten, wächst jährlich um einmal Frankfurt. Maßlose Dimensionen und Entfernungen. Wege durch die Stadt werden nicht selten zu mühsamen und strapaziösen Halbtagesreisen, Luftverschmutzung fünf mal so hoch wie in Los Angeles, Verkehrswüsten fressen Zeit und Kräfte. Maßlosigkeit auch in ihren extremen Gegensätzen: Unglaublicher Reichtum, vergitterter Luxus, Schlagbäume, Wachmannschaften, gedungene Todesschwadrone, scharf geladene Waffen. Und: Millionenfach bitterste Armut, fast die Hälfte der Gesamtbevölkerung unter dem Existenzminimum, unzählige Elendsviertel. Mitten darin heimatlose Kinder auf der Suche nach ihrem schon so früh geraubten Leben. Straßenkinder genannt, 80 Millionen weltweit nach Schätzungen der UNESCO, mindestens acht Millionen in Brasilien, die meisten davon in Metropolen wie Sao Paulo. Die schrecklichsten Geißeln der Stadt: Kriminalität, Gewalt und Terror und ihre Helfershelfer. 1,6 Millionen Drogenabhängige, ein halbes Berlin.

Unüberschaubar inzwischen auch das Heer der Kinder und Jugendlichen, die immer tiefer in den Sog dieser Todesmechanismen gerissen werden. Die Gemeinde kümmert sich um die Menschen dieses Milieus, betreut und begleitet Menschen, die sonst niemand haben will, deren Schicksal und Not niemanden schert: Straßenkinder, Obdachlose, sozial schwache Familien, Aids-Infizierte, Drogenabhängige, Transvestiten, Prostituierte. Die Arbeit leistet ein internationales Missionsteam von derzeit 12 festen Mitarbeitern. Der Lebensunterhalt für die Missionare wird getragen von den jeweiligen Heimatgemeinden, die sie in diesen Dienst entsandt haben, teilweise auch von einem Freundeskreis. Die Bedingungen und Belastungen, unter denen die Dienste zu leisten sind, sind für uns nur schwer vorstellbar. Und fast täglich spürbar, oft schmerzlich: Viele helfende Hände fehlen noch und immer wieder Geld. Aber keine vergebliche Arbeit, kein sinnloses Vergeuden von Kraft und Zeit, kein Resignieren vor den Kräften der Zerstörung: Immer wieder finden Menschen aus ihrer Ausweglosigkeit zurück in ein neues, menschenwürdiges Leben - allen erdrückenden Widrigkeiten zum Trotz. Lebendige Hoffnungszeichen!

"In unsere Freizeiten mit einwöchigen Kinder- und Jugendzeltlagern konnten wir insgesamt mehr als 130 bedürftige und entwurzelte Kinder und Jugendliche vorwiegend aus Elendsvierteln einbeziehen. Viele der jungen Menschen haben hier das erste Mal eine hellere Seite ihres Lebens kennen gelernt." (Aus einem Bericht der CENA)

Zusätzlich zu allen sonstigen Aufgaben plant und baut die CENA in Juquitiba (80 km südlich von Sao Paulo, siehe rechts unten) auf einem ca. 50 Hektar großen Gelände schrittweise ein Rehabilitationszentrum mit den dazugehörigen Infrastruktureinrichtungen (wie z. B. Straßen, Schulen, Ausbildungswerkstätten, Sport- und Freizeiteinrichtungen, etc.). Die Häuser sind vorgesehen zur ganzheitlichen und längerfristigen Betreuung hilfsbedürftiger Menschen (Kinder, Frauen, Männer, Kranke) mit dem Ziel der späteren Wiedereingliederung. Fertiggestellt und genutzt wird bereits ein Haus zur Aufnahme von ehemaligen Prostituierten mit ihren Kindern. Ein Mitarbeiterhaus steht vor dem Abschluss. Als nächstes wird u.a. ein gesondertes Haus für bedürftige und gefährdete Kinder entstehen, die bisher entweder auf der Straße, in Elendsvierteln, verlassenen Hochhäusern oder Bordellen ihr Leben fristen. All diese vielfältigen und schweren Aufgaben, die dieser jungen Gemeinde und ihren Mitarbeitern vor die Füße gelegt sind, stellen eine enorme Herausforderung dar.

Wir fördern die Arbeit der CENA daher von hier aus nach allen Kräften und Möglichkeiten mit:

> finanziellen Zuwendungen

> Hilfsgütern

> Entsendung von freiwilligen Mitarbeitern und Helfern aus Deutschland.

 

 

 


hier ist das Cena-Büro in São Paulo beheimatet

 


Kinder, die durch die Cena betreut werden

 


ein Grafitti aus dem Armenviertel

 


Reha-Zentrum Juquitiba
Hinweis:
Teile des Textes und des verwendeten Bildmaterials wurden freundlicherweise von der Lebensbrücke e.V./CENA zur Verfügung gestellt.