ca.28.000 bis 10.000 v.Chr. 
Feuerspuren in Höhlen von Piauí als früheste Zeichen menschlichen Lebens in Brasilien (Paläo-Indianer). Diese Paläo-Indianer ziehen als Jäger und Sammler immer weiter südwärts. Fachleute schätzen, dass sie um 10.000 v.Chr. schließlich Feuerland an der Südspitze Amerikas erreichten. 
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8000 v.Chr. 
Erste Skelettfunde von Menschen belegen Besiedlung durch Stammesgemeinschaften längs des Küstenstreifens und in den Waldgebieten des Landesinneren; die sogenannten Sambaqui (Muschelhaufen) 
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2000 v.Chr. 
Ungefähr 20 Mill. Indianer leben im heutigen Lateinamerika. In Mexiko und in den Hochtälern der Anden entstehen große Staatssysteme, die sich bis zum Eintreffen der ersten Europäer zu den blühenden Großreichen der Azteken, Inka und Maya entwickelten. 
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1492 n.Chr. 
Die "Entdeckung" Amerikas durch Christoph Columbus erschließt den europäischen Monarchen reiche Gold- und Silberquellen. Im Zug der Eroberungen wird die Zahl der Indianer dramatisch reduziert, ganze Volksstämme werden ausgelöscht. 
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1494 
Vertrag von Tordesillas. Portugal und Spanien teilen sich die Neue Welt untereinander auf. Das noch gänzlich unerforschte, und in seiner Größe vermutlich weit unterschätzte, Brasilien fällt durch den Schiedsspruch von Papst Alexander VI. in die portugiesische Einflusszone. 
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1500 
Entdeckung Brasiliens durch den portugiesischen Seefahrer Pedro Álvares Cabral am 22.04.; in der Nähe der heutigen Stadt Porto Seguro. Die dort ansässigen Tupí-Indianer leisteten bei Ankunft der Europäer keinen Widerstand. Handel mit dem Holz Pau do brasil, das der Kolonie später ihren Namen gab. 
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1520
Beginn des Zuckerrohranbaus 
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1534 - 1821 
Kolonialzeit 
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1532 
König João III. teilt die brasilianische Küste in 15 Zonen, Capitanías genannt, ein und vergibt diese an Adlige und Personen aus dem Mittelstand. Die nächsten 300 Jahre schottet sich das Land nahezu vollständig von der Außenwelt ab, unter anderem aus Furcht vor der Konkurrenz anderer europäischen Mächte. 
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ab 1538 
Da viele der von den Europäern gefangenen Indianer dem Arbeitslager durch Freitod entfliehen, werden erste Sklaven aus Afrika, die auf den Zuckerrohrplantagen eingesetzt werden, herbeigeschafft. 
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1549 
Generalgouverneur Tomé de Sousa gründet mit São Salvador da Bahia die erste Hauptstadt Brasiliens. 
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1554 
Der Jesuit José de Anchieta gründet São Paulo. 
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1580 
Portugal gerät bis zum Jahr 1640 unter spanische Herrschaft. 
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1600 
Brasilien wird zum größten Zuckerproduzenten der Welt. 
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1630 
Die holländische Westindien-Kompanie nimmt Recife ein und setzt sich in Pernambuco fest. Mit der Einführung des Zuckerrohrs und der Plantagenwirtschaft kommt der Dreieckshandel in Schwung: Europäische Manufakturwaren werden in Afrika gegen Sklaven eingetauscht, die in Nord- und Südamerika zur Versteigerung kommen; mit dem Erlös erwirbt man Edelmetalle, Gewürze und Früchte für den Transport in die Alte Welt. 
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1630 - 1699 
Den Portugiesen entlaufene Sklaven sammeln sich in sogenannten "Quilombos" im heutigen Bundesstaat Alagoas und bilden einen, wie ihn die Portugiesen nennen, "Freien Negerstaat". Der mit Abstand größte Quilombo, Palmares, kann erst 1699 nach langer Belagerung dem Erdboden gleichgemacht werden. 
Die Bandeirantes von São Paulo drängen auf der Suche nach Gold und Sklaven ins Hinterland vor. 
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1654 
Die Portugiesen vertreiben die Holländer endgültig aus Brasilien. 
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1695 
Beginn des Goldrausches in Minas Gerais, erste Schiffsladungen gehen nach Lissabon. 
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1727 
Francisco de Mello Palheta schmuggelt die ersten Kaffeebohnen nach Brasilien. 
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1730 
Erste Diamantenfunde in Brasilien. 
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1750 
Im Vertrag von Madrid muss die spanische Kolonialmacht die Westgrenze Brasiliens anerkennen, die von bewaffneten Stoßtrupps ("Bandeirantes") nach und nach weit über die im Vertrag von Tordesillas festgelegte Demarkationslinie hinaus geschoben worden war. Die gut organisierten Missionen der Jesuiten werden trotz des Widerstandes der Padres und ihrer indianischen Schützlinge, der Tupí-Guaraní, gewaltsam zerstört. 
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1763 
Rio de Janeiro wird neue Hauptstadt und löst Bahia als Regierungssitz und Hauptstadt ab; unter anderem wegen der Nähe zu den Ausfuhrhäfen, in denen das aus Minas Gerais herbeigeschaffte Gold auf portugiesische Schiffe verladen wurde. 
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ab 1789 
Zunehmende Unabhängigkeitsbestrebungen in Brasilien. Höhepunkt ist die "Inconfidência Mineira" unter Führung von Tiradentes in Ouro Preto, die jedoch scheitert. 
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1792 
Hinrichtung von Tiradentes (Joachim José da Silva Xavier), dem Anführer der mineirischen Unabhängigkeitsbewegung gegen Portugal. 
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1805 
Einführung des Kaffeeanbaus in Brasilien. Der portugiesische Hof flüchtet vor Napoleon nach Brasilien und erklärt die Kolonie zum Regierungssitz für das Mutterland. 
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1808 
Rio de Janeiro wird auch zur Hauptstadt des Königreichs Portugal. Für die Kolonie sind die Veränderungen enorm und durchaus segensreich: Die Häfen werden für englische Waren geöffnet, Banken, Eisenhütten, Schulen und Universitäten entstehen, nordeuropäische Akademiker werden ins Land geholt. Brasilien erlebt in den folgenden Jahren unter der Monarchie eine erste Blüte, in der früher vernachlässigten Kolonie wächst die Einwohnerzahl rasch auf 14 Mill. Menschen. 
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1815 
Brasilien erhält im Verlauf des Wiener Kongress den Status eines Königreichs. 
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1821 
König João VI. zieht es vor, nach Lissabon zurückzukehren, und ernennt seinen Sohn Dom Pedro zum Regenten von Brasilien. Damit wird in Brasilien ein überholtes Staatssystem fortgeschrieben, während Simón Bolívar bis 1825 weite Teile Spanisch-Amerikas von der Monarchie befreite. 
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1822 - 1888 
Kaiserreich 
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1822 
Die portugiesische Cortes versucht, die Zeit zurückzudrehen und Brasilien zur Kolonie zurückzustufen. Der Regent Dom Pedro begründet mit dem historischen Ausruf "Independência ou morte!" (Unabhängigkeit oder Tod) die Unabhängigkeit Brasiliens. Noch im gleichen Jahr wird er als Pedro I. zum Kaiser von Brasilien gekrönt. 
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1823 
In der Monroe-Doktrin machen die Vereinigten Staaten klar, dass sei eine gewaltsame Restitution der alten Kolonialordnung in Ibero-Amerika durch die Europäer nicht akzeptieren. 
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1824 
Die Vereinigten Staaten erkennen Brasilien diplomatisch an; 1825 folgen Großbritannien und Portugal. Beginn der Einwanderung aus Deutschland. 
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1831 
Pedro I. dankt zugunsten seines erst fünfjährigen Sohnes Pedro d`Alcântara ab, ein Regentschaftsrat übernimmt die Amtsgeschäfte für den unmündigen Thronfolger. 
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1835 - 1845 
In Belém und weiten Teilen von Pará tobt der blutige Volksaufstand "Cabanagem". Die Provinz erklärt sich bis zur Ausrufung der Volljährigkeit von Pedro d`Alcântara für von der portugiesischen Krone unabhängig. Der Aufstand im Norden gefährdet die nationale Einheit ernsthaft und kann erst nach langen verlustreichen Kämpfen im Hinterland zugunsten der Zentralregierung beendet werden. 
Auch im Süden Brasiliens entsteht eine Autonomiebewegung. Rio Grande do Sul versucht sich im Rahmen der "Revolução Farroupilha" aus der Unterdrückung durch die Zentralregierung zu befreien. Die Reiterheere der Farroupilha können erst Ende 1844 bei der "Surpresa dos Porongos" geschlagen werden. 
Als Kaiser versuch Pedro II. versucht den inneren Frieden wiederherzustellen, vermag die auf Unabhängigkeit abzielenden Aufstände jedoch nur mit Hilfe der Waffengewalt regierungstreuer Truppen blutig niederzuwerfen. 
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1850 
Verbot der Einfuhr von Sklaven. Die Blütezeit der Kaffeeplantagen in São Paulo beginnt; die Baumwoll- und Zuckerrohrpflanzungen des Nordostens werden wirtschaftlich überflügelt, die Nordostregion verarmt allmählich. 
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1865 - 1870 
Zusammen mit Argentinien und Uruguay führt Brasilien Krieg gegen Paraguay. 
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1888 
Aufhebung der Sklaverei am 13.05.88. Als letztes Land der Erde verbietet Brasilien die Sklavenhaltung - 25 Jahre nach den Vereinigten Staaten und 100 Jahre nach Haiti! 
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1889 - 1963 
Republik 
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1889 
Sturz Kaiser Pedros II. und Verkündung der Föderativen Republik Brasiliens. Marschall Deodoro da Fonseca besetzt Rio im Handstreich. Kaiser Dom Pedro II. begibt sich ins Exil nach Frankreich. In den kommenden vier Jahren erlebt Brasilien die erste Militärdiktatur. 
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1894 
Dringend benötigte Arbeitskräfte wandern aus Europa und Japan ein. Kaffee und Kautschuk sind Brasiliens Hauptausfuhrprodukte.

 

Hinweis:
Teile des Textes und des verwendeten Bildmaterials wurden freundlicher- weise von der Firma brasilien.de in Eichstetten zur Verfügung gestellt. Mehr Infos zum Thema Brasilien gibt es über obige Sub-Navigation oder im Internet unter http://www.brasilien.de.